Bonbons – heißgeliebt von Kindern und Erwachsenen
Bonbons gibt es in vielen Ausführungen. Die Fachwelt bezeichnet sie als Karamellen. Je nach Zutaten gibt es z.B. Fruchtbonbons, Kräuterbonbons (dazu gehören u.a. Husten-, Hals- und Pfefferminzbonbons) und Karamellbonbons. Diese Geschmacksrichtungen gibt es natürlich in verschiedenen Konsistenzen (von weich bis hart). Hauptbestandteile beim Bonbonkochen sind Zucker, Glukosesirup (dient zur Bindung des gekochten Zuckers und verhindert die Rekristallisierung nach dem Erkalten) und Wasser (wird benötigt, um den Zucker aufzulösen und zu verflüssigen, muß aber danach wieder rausgekocht werden, weil die Zuckermasse sonst zu sehr kleben würde und auch zu schnell wieder rekristallisieren würde).
Die meisten weiteren Zutaten werden erst nach dem Kochen zugegeben, um ein etwaiges Verbrennen oder Verflüchtigen wertvoller Inhaltsstoffe bei den hohen Temperaturen von ca. 146ºC zu vermeiden. Dazu zählen neben den verwendeten Farbstoffen auch Fruchtauszüge, ätherische Öle, Gewürze oder Säuren (z.B. Zitronensäure). Für Karamellbonbons verwendet man aber anstelle des Wassers Milch oder Sahne, die Temperaturführung ist dann aber auch niedriger.
Erwähnenswert bleibt noch, daß die Bonbonkocherei von Hand eine hohe Handwerkskunst ist und nur noch von wenigen Menschen in unserer schnelllebigen Zeit gepflegt wird und eigentlich vom Aussterben bedroht ist. Am sicherlich beeindruckendsten ist es zuzusehen, wie aus verschiedenen Lagen unterschiedlich-farbiger Bonbonmassen in Handarbeit ein wunderschönes Muster im Querschnitt am fertigen geschnittenen Bonbon entsteht. Sehen kann man soetwas heute noch z.B. bei Svaneke Bolcher auf Bornholm in Dänemark oder im Bonscheladen in Hamburg.



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