Wein- und Fruchtgummi
Fruchtgummi, Weingummi, Gummibonbons... Die Bezeichnungen für die meist fruchtigen weichen bis mittelfesten Süßigkeiten sind für den Laien etwas verwirrend. Einiges haben aber alle diese Frösche, Schlangen, Bärchen, Früchte, Herzchen oder sonstige Formen gemeinsam: Die weiche (oder auch etwas festere) gummiartige Konsistenz, die technologisch durch verschiedene Zutaten zu erreichen ist (z.B. durch pflanzliche oder tierische Gelatine, Pektine, Agar-Agar, Stärke), als Hauptbestandteile Zucker, Glukossirup (je nach Rezeptur in veränderten Mengenverhältnissen), Geschmackstoffe (wobei alle möglichen Geschmacksgeber vorstellbar sind, was jeder bestätigen kann, der schon mal Pfeffer-Fruchtgummi gegessen hat), Wasser(!) und meist Säuerungsmittel.
Die Säuerungsmittel sind übrigens für die Frage Fruchtgummi oder Weingummi ausschlaggebend! Sie dienen einerseits der geschmacklichen Aufwertung (man spricht hier gern von der Komposition, weil der Createur ähnlich dem Komponisten oder dem Spitzenkoch eine Mischung verschiedener Geschmackskomponenten zusammenführt, die richtig dosiert einen guten oder ausgezeichneten Geschmack ergeben), andererseits dienen sie auch der Haltbarmachung.
Für Fruchtgummi werden meist Fruchtsäuren (wie z.B. Zitronensäure) oder Milchsäure verwendet, für Weingummi dagegen meist Weinsäure (daher auch der Name Weingummi). Damit die Frucht- oder Weingummies nicht aneinander kleben in der Verpackung, werden sie vor dem Abpacken noch mit Bienenwachs und/oder Carnaubawachs als Trennmittel besprüht (z.B. Gummibärchen) oder aber kandiert (z.B. Pfirsiche von HARIBO). Der Vollständigkeit halber erwähnen wollen wir noch die Farbstoffe (künstliche wie Chinolingelb: E 104, Azorubin: E 122 oder Patentblau V: E 131 bzw. natürliche wie Kurkumin: E100, Chlorophyll: E140 oder Capsanthin: E160c) und die Aromastoffe (ebenfalls unterteilt in natürliche und künstliche bzw. naturidentische).



Wein- und Fruchtgummi





















